Finanzierungstipps

Tipp 1: Kassensturz - so behalten Sie den Überblick!

Sie haben sich entschieden und wollen ein Haus / Eigentumswohnung kaufen oder evtl. sogar ein Haus bauen. Dann gilt es, sich um die Immobilienfinanzierung zu kümmern. Beginnen Sie mit einem „Kassensturz“! Stellen Sie fest, wie es um Ihre finanziellen Belange steht. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen:

  1. Was will (kann) ich mir leisten?
  2. Wieviel darf die Immobilieninvestition insgesamt kosten(Gesamtkostenermittlung)?
  3. Wieviel Geld steht mir monatlich für Zins und Tilgung zur Verfügung?
  4. Wie lange soll die Immobilienfinanzierung laufen?
  5. Schaffe ich die Abzahlung bis zum Renteneintritt?

 Verschaffen Sie sich einen realistischen Überblick. Sollten Sie den Eindruck gewinnen, dass die Finanzierung „eng“ werden könnte, so prüfen Sie evtl. den Kauf einer preiswerteren Immobilie.

Hinweis: Machen Sie Ihren persönlichen Kassensturz bereits bevor Sie sich auf die Suche nach der geeigneten Immobilie machen. So können Sie die für Sie infrage kommenden Immobilien ausfindig machen und ersparen sich finanzielle Entäuschungen, wenn die Traumimmobilie doch nicht finanziert werden kann.

Tipp 2: Eigenkapital, das Fundament jeder Immobilieninvestition!

Oftmals findet man in den Printmedien aussagen wie: „…. Finanzierung ohne Eigenkapital möglich…“ oder „… Finanzierung bis zu 120% möglich…“.  Von solchen vermeintlichen „Schnäppchen“ sollten Sie sich nicht locken lassen. Wir empfehlen grundsätzlich 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises oder der Bausumme an Eigenkapital einzubringen. Denken Sie immer daran: Eigenkapital ist das Fundament jeder Immobilieninvestition. Und je stärker das Fundament desto sicherer ist Ihre Immobilienfinanzierung.

 

Tipp 3: Informationen einholen

Es gibt unzählig viele verschiedene Möglichkeiten, eine Immobilie zu finanzieren. Nehmen Sie sich Zeit, um die finanzierung Ihrer Wunschimmobilie bestmöglich zu planen. Recherchieren Sie im Internet, sprechen Sie Ihren Bankberater an und lassen sich ein Finanzierungsangebot von Ihrer Hausbank erstellen. Holen Sie sich weitere Finanzierungsangebote ein und vergleichen Sie. Professionelle Finanzierungsberater werden mindestens folgende Themen gemeinsam mit Ihnen erörtern:

  • Grundlagenermittlung einschl. einer Analyse der finanziellen Möglichkeiten jetzt und in Zukunft unter Berücksichtigung bereits getroffener finanzieller Entscheidung
  • Recherche öffentlicher Fördermittel und integration in die Finanzierung
  • Berücksichtigung Ihrer Wünsche und Ziele zur Immobilienfinanzierung
  • Hinweise zu den Risiken und möglichen Absicherungen
  • Informationen zur gesamten Abwicklung

Hinweis: Wir empfeheln einen Finanzierungsmix aus unterschiedlichen Finanzierungsbausteinen und und unterschiedlichen Laufzeiten. Hierbei sollten idealer Weise auch bereits bestehende Verträge, z. B. Bausparverträger, Riesterverträge usw. in die Finanzierung einbezogen werden.

Tipp 4: Nebenkosten berücksichtigen und finanzielle Reservern einplanen

Bei jedem Immobilienerwerb fallen neben dem Kaufpreis zusätzliche Kosten / Gebühren an. Hierzu gehören die Grunderwerbsteuer (je nach Bundeland unterschiedlich hoch), die Notar- und Grundbuchkosten sowie evtl. eine Maklercourtage.

Bei einem Neubau kommen noch die sogenannten Baunebenkosten hinzu (Vermesser, Anschlussgebühren, Kosten für die Baugenehmigung usw.). Des Weiteren empfehlen wir die Rücklage eines kleinen Polsters für unvorhergesehene Ereignisse. Bauherren unterschätzen auch oftmals die zusätzlichen Kosten, die bei der sogenannten „Bemusterung“ (Auswahl der Materialien) hinlänglich hinzukommen. Auch hier empfehlen wir ein festes Budget einzuplanen und sich konsequent daran zu halten.

Insgesamt sollte die monatliche Finanzierung nicht zu knapp bemessen sein. Denken Sie auch an die Nebenkosten, z. B. Grundsteuer, Versicherungen sowie die Ausgaben für Strom, Wasser und Heizung. Planen Sie zusätzliche finanzielle Rücklagen für künftige Reparaturkosten ein.

Tipp 5: Öffentliche Fördermittel

Der Staat fördert den Erwerb oder den Neubau einer Immobilie mit vielfältigen Fördermaßnahmen. Die Bundesregierung ist hier sehr aktiv. So hat z. B. die SPD-Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks im November 2016 den Vorschlag eines neuen Eigenheimzuschlags von bis zu 20.000,00 € vorgestellt. Die CDU hingegen plant die Einführung von Baukindergeld. 

Weitere wichtige Informationen zu Öffentlichen Fördermitteln beim Erwerb oder Neubau einer Immobilie finden Sie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de)

Tipp 6: Heute schon an Morgen denken

Ein Immobilienkauf ist zumeißt eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen. Von daher ist eine langfriste Betrachtung und Planung immens wichtig. So gibt es wichtige „Meilensteine“ während der laufzeit Ihrer Immobilienfinanzierung. Hier ist zunächst einmal die Dauer der Zinsbindung anzusprechen. Selbst wenn eine 10- oder 15-jährige Zinsbindung beim Abschluss unvortsellbar lang erscheint, so kommt die Anschlussfinanzierung mit Ihren Unwägbarkeiten (Höhe der Zinsen? Kann ich mir das noch leisten? usw.) dennoch.  Ein weiterer wichtiger Zeitpunkt ist der Eintritt ins Rentenalter, da dieser oftmals mit verminderten Einkünften einhergeht.

Fazit: Es ist wichtig, die Immobilienfinanzierung langfristig mit großer Sicherheit zu planen und geschickt Vorsorge zu treffen.

Gern erstellen wir Ihnen gemeinsam mit unserem Kooperationspartner (Berlin Immofinanz / Roland Kaiser) ein Finanzierungsangebot für Ihr neues Eigenheim, dass genau auf Ihre individuellen Verhältnisse ausgerichtet wird. Sprechen Sie uns einfach an: Unverbindliche Finanzierungsanfrage

Tipp 7: Sonstige Rahmenbedingungen

Ein wichtiger Vergleichsindikator für Immobilienfinanzierungen ist der sogenannte „Effektivzins“. Er beinhaltet den Sollzins plus mögliche Zusatzkosten. An der Höhe des Effektivzins können Sie erkennen, was Ihnen der Kredit tatsächlich kostet.

Neben dem Effektivzins als Vergleichsindikator sind weitere Rahmenbedingungen der immobilienfinanzierung von entscheidender Bedeutung, so z. B. eine Sondertilgunsoption oder ein Wechsel des Tilgungssatzes etc.. Wir empfehlen auch darauf zu achten, dass Ihre Bank keine Kredite verkauft (sogenannter Forderungsverkauf) und Sie dadurch künftig vielleicht einen ganz anderen Gläubiger für Ihren Immobilienkredit haben.

Eine Immobilienfinanzierung ist en sehr komplexes Projekt und sollte grundsätzlich immer genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichtet werden. Sprechen Sie uns an, wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung.